Wasser - zwei Länder, zwei Sorgen

Auf Jamaica ist uns mal wieder bewusst geworden, wie privilegiert man ist, wenn man einfach einen Wasserhahnen aufdrehen kann und das kostbare Nass rinnt ins weisse Becken. Auf der Karibikinsel ist nämlich bei Falmouth nach wie vor eine Bevölkerungsmehrheit von fliessendem Wasser abgeschnitten, es sein denn, der Fluss werde als solches betrachtet. Dort oder an Quellen gilt es täglich sein Wasser für Ernährung, Körperpflege und Wäsche zu holen und ins Haus zu transportieren. Politiker versprächen zwar seit Jahren Leitungen, so unser Taxifahrer, doch Investitionen in die Infrastruktur blieben langjährige Versprechen ohne Erfüllung.

Ein anderes Wasserproblem beschäftigt zur Zeit die USA. In manchen Grossstädten sorgen Wasserrohre aus Blei dafür, dass das Leitungswasser mit Blei belastet ist. Die zulässigen Grenzwerte werden z. T. gesundheitsgefährdend überschritten. Eine Zeitbombe, die es zu entschärfen gilt. Die Leitungen müssen ersetzt werden. Das aber ist in US-amerikanischen Grossstädten wohl nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen.

In beiden Ländern stehen Wahlen an. Bleibt zu hoffen, dass die zukünftigen Regierungen beider Länder ihre Wasserprobleme anpacken und zum Wohl der Bevölkerung an den richrigen Stellen investieren. Nur eine gesunde Bevölkerung trägt zu einem prosperierenden Staat bei.

28.2.16/kbd