Indianergeschichte
Die Mississippi-Kultur trat ab ungefähr 900 n. Chr. auf. Neben Jagd und Fischfang betrieben diese Indianer auch Ackerbau. Angebaut wurden unter anderem Mais und Bohnen. Sie errichteten Erdpyramiden, sogenannte Mounds. Mit acht Mounds ist Ocmulgee auf dem Macon-Plateau die vielgestaltigste Siedlung der Epoche.
Das National Monument hier bei Macon ist sehr sehenswert. Trotz Regen hat uns die Anlage beeindruckt. Im Visitor Center ist ein kleines Museum untergebracht und der Film führt ausführlich ins Thema ein. Aber auch die Themen, wie die Weissen mit den Indianern verfahren sind und wie ihre heiligen Stätten, z. B. mit dem Bau der Eisenbahn oder im Sezessionskrieg, entweiht wurden, werden nicht ausgelassen. Die Nachfahren der hier ursprünglich siedelnden Mississippians und Lamar, die Creek-Indianer, mussten (wie viele andere Stämme auch) aufbrechen in ein ihnen zugewiesenes Reservat fernab der Heimat. Auf diesem "Trail of tears" kamen über 3'000 Menschen ums Leben. Leider haben wir bereits im Indianer-Museum in Washington darüber gelesen.
Versöhnlich gestimmt hat uns, dass die Ausgrabungen ab 1930 und die bereits 1936 erfolgte Erklärung des Gebietes zu einem "National Monument" massgeblich zum Erhalt der bis zu 10'000 Jahre alten Artefakte beigetragen haben.