Von Kinderträumen und vom Reisen
Holidi, die Holzfigur, die seit mehr als dreissig Jahren das Bild meiner Heimatstadt Winterthur mitgeprägt hat, ist diesen September von der Innenstadt in seine letzte Ruhestätte verbracht worden. Dieser Umzug hat einzelne Gemüter erhitzt, andere kaum berührt. Für mich war es einfach eine Notwendigkeit. Ein wurmstichiger, morscher Wicht ist nicht mehr Zierde sondern auch gefährlich. Meine Kinder sind auf der Holzfigur herumgeklettert, mir diente sie an manchem Fasnachtsumzug als Podest. Manchmal sassen wir auch drauf und taten einfach nichts als da sitzen. Sicher aber war der Holidi einfach da und gehörte dazu (nachdem es ganz zu Anfang Protestgeschrei gab wegen «seines bestens Stückes»). Irgendwie wird er nun vermisst, irgendwie ist es aber auch richtig so, wie es ist. Holidi ruht nun bis an sein definitives Ende im Friedhof.
Kürzlich entdeckte ich ihn als kleine Figur in einem Schaufenster. Da kam mir spontan die Idee, dass Holidi uns begleiten soll auf diese Reise, von der wir vorerst erst der Spur nach wissen, wohin genau sie führen wird.
Einfach von Zeit zu Zeit reinschauen und die Dia-Show, die sich stetig "verlängert", gucken.