Das chunnt mir chinesisch vor

Wir sind also da in diesem Chinesischen Schnellimbiss und haben uns für die Menüs Nummer eins und zwei entschieden. Luki wählt ein belgisches Bier aus Citrusfrüchteschalen und Koriander und muss seine ID vorzeigen. Er denkt, dass der Kassierer ihn für zu jung für Alkohol hält – Glauben macht selig.

Ich bestelle ein stilles Wasser und bekomme dafür einfach einen Kartonbecher in die Hand gedrückt. Eine Handbewegung zeigt an, dass das Getränk an einem der Automaten ganz hinten selber aufgefüllt werden kann. Dafür ist es kostenlos. Ich begebe mich also dahin und lese mich in die Materie ein. Vier Knöpfe stehen zur Verfügung: einer für alle Getränke, einer für Süssgetränke, einer für Getränke ohne Koffein und einer für solche mit null oder wenig Kalorien. Klar, Wasser gehört in diese Kategorie. Es erscheinen weitere sechs Buttons. Ich muss natürlich jeden durchlesen. Plötzlich verschwinden die Icons und der Automat fragt mich: «You are still here?» - Yes, I am – und ich will ein stilles Wasser, aber das finde ich nicht! Du offerierst mir Wasser mit Kohlensäure und Wasser mit Geschmack und Wasser mit weiss was für Zusätzen. Also gut, ich entscheide mich für ein Wasser mit Cranberry-Geschmack. Knallrot füllt sich mein Becher. Es ist geniessbar. Das Chinesische Essen gibt Durst. Also wage ich einen zweiten Versuch. Ein ganz neutrales, klares Wasser, das wär’s. Ich lese noch konzentrierter Knopf für Knopf durch. Und lande am Ende wieder am selben Ort und entscheide mich für die Lemon-Variante. Diesmal rieselt es giftgrün aus dem Automaten. 🤒

ODER SO ...

12.11.15/kbd