Von Kinderträumen und vom Reisen
Ihr glaubt nicht, was heute passiert ist!
Wir fahren da mit der Eisenbahn, deren Schienen Lucky notabene noch vor nicht allzu langer Zeit persönlich verlegt hat, in diese friedliche Stadt. Die frühe Morgensonne beleucht die Mainstreet, die ersten Menschen sind auch schon unterwegs.
Dann plötzlich ein Knall, die Bank explodiert und drei Kerle flüchten auf spektakuläre Art und Weise. Wir stehen da wie versteinert. Das kommt davon, wenn Menschen Waffen tragen, da traut man sich nicht mehr, einzugreifen, obwohl wir gleich neben dem Office des Sheriffs stehen.
Wir verdrücken uns und müssen nun beobachten, wie die drei Bankräuber in Streit geraten und sich prügeln. Da hat Lucky die Nase voll und meint, er müsse auf andere Gedanken kommen. "Spatzerl, show me the way to the next Whiskey-Bar. Ich bin so auf Poker eingestellt." Dummerweise haben wir den Texas-Holdem-Kurs auf der Queen Mary II nicht mitgemacht. Mein Göttergatte verspielt unser ganzes Barvermögen.
Derweil wird vor dem Saloon geschossen. Ich blicke vorsichtig um die Ecke. Die Bankräuber liegen alle in den Sand gestreckt da, irgendwo auf dem Boden die Beute. Lucky ist vom Glück verlassen und setzt noch seine geliebte Sonnenbrille. Das kann ich nicht länger mitanschauen und handle.
Ich packe meinen Mann, schnappe im Wegrennen die Geldbeutel und steure auf unsere Fluchttiere zu.
"Los, Lucky, schwing dich aufs hintere Pferd, ich reite vorneweg!"
Jetzt geniessen wir das Leben ...
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