Von Kinderträumen und vom Reisen
Der geneigte Leser (endlich kann ich mal einen Teilsatz von Karl May zitieren!) erinnert sich sicher daran, wie wir vor nicht allzu langer Zeit zwei Mal vergeblich versucht haben, eine Dolphin-Tour zu buchen. Sowohl in Tarpon Springs auf der Golfseite als auch in Vero Beach am Atlantik haben die Winde unsere Pläne verweht.
Auch auf unserer Kreuzfahrt durch die Karibik ist es uns nicht vergönnt gewesen, diese beliebten Meeressäuger zu sehen. Einzige Möglichkeit wäre gewesen, einen "Schwimmen-mit-Delphinen-Ausflug" zu buchen, was natürlich nicht unser Ding ist. Wenn wir Delphine sehen wollen, dann soll das im richtigen, offenen, weiten Meer sein.
Und unsere Beharrlichkeit ist heute nun belohnt worden. Wir liegen da so am wunderschönen, kilometerlangen Sandstrand von Miami Beach und bewundern die klassische türkisblaue Karibikfarbe. Luki kommt grad vom Bad zurück, wirft einen Blick auf das Wasser und meint:
"Spatzerl, jetzt muesch luege, da schwümmed Delphin verbii."
Spatzerl ist natürlich sofort auf ihren Beinen und starrt gebannt aufs Meer hinaus. Tatsächlich, da schwimmt ein Schwarm von ca. 10, 12 Delphinen in aller Seelenruhe und mit dem ihnen typischen Auf und Ab der Küste entlang Richtung Norden.
So muss es sein, die Natur kommt dann, wenn alles passt, von selber vorbei. Ich meine sogar gehört zu haben, wie einer dieser Tümmler mir zugeflüstert hat:
"Hi, Karin, schön, dass wir uns doch noch sehen."
Ich singe "Flipper, Flipper, gleich wird er kommen, jeder kennt ihn, den klugen Delphin!" und eine kleine Träne der Rührung kullert mir übers Gesicht.
29.2.2016/kbd