Muschel-Story
Man muss wissen, Karin ist eine Muschelsammlerin. Was ist sie schon Strände abmarschiert, von der Normandie übers Mittelmeer, den Atlantik, Pazifik bis an Südamerikas Gestaden, um die schönen Gehäuse einzusammeln. Ich bin mehr so der Wellen-Typ. Auf Honey Moon Island habe ich mich aber mal an der Suche beteiligt und prompt, eine perfekte Muschel sticht mir ins Auge.
Er: «Luäg, Spatzerl, ich ha da eini für dich gfunde. Diä isch doch super, oder?»
Sie: «Oh ja, genial gseht diä us und sie isch no ganz!»
Im Hotel spült sie den Sand weg- plötzlich ruft sie panisch: «Hey, Luki, was sölli machä, ich glaub da lebt na es Tierli drin!»
Er: «Kei Ahnig, du bisch doch Muschelspezialistin!»
Am andern Morgen beim Zähneputzen stelle ich fest, dass das Lavabo mit Seifenwasser gefüllt ist. Okay, dann schau ich mal, was da drin sein soll und ziehe ein lebloses, ca. 15cm langes Muschelgetier aus dem Gehäuse.
Er: «Wetsch luägä, was da im Lavabo inä gsi isch?»
Sie: «Neiiiiiiiiiiii!!!!! Bisch du wannsinnig!»
Er: «Ich mein, nur luegä, ich has der ja nid wellä dä Ruggä ab la.»
Der Schock sass so tief, dass sie bisher im Restaurant weder Muscheln noch Crevetten bestellt hat. Ich halte es eher mit HD Läppli: «Da gsieht mer wieder emool, wiä feig diä Frauä sind.»
8.2.2016/ld