Sugar in the morning - alte Zuckermühle, Seekühe und indianisches Erbe
Die USA sind vielfältig und Florida bietet mehr als Sandstrände und Vergnügungsparks. Ehrlich.
In Crystal River, am Golf von Mexiko, lässt sich auf engstem Raum Mannigfaltiges beobachten, ohne in grossen Touristenströmen zu treiben.
So z. B. kann man sich in die Kolonialgeschichte einlesen rund um eine Zuckermühle aus dem frühen 19. Jahrhundert. Aufgegeben wurde sie 1864, nachdem sie von den Nordstaaten im Sezessionskrieg angezündet worden war, da die Betreiber die Konföderierten mit Zucker und Molasse beliefert hatten.
Im Ellie Schiller Homosassa Springs Wildlife State Park führt ein Lehrpfad vorbei an einheimischen Tieren, vor allem aber zu einem Arm des Homosassa Rivers, in dem zu dieser Jahreszeit eine Riesenherde von Manatis (Florida-Seekühe) "weidet". Zuerst denkt man, in der Tiefe Steine entdeckt zu haben, doch Luftblasen zeigen auf, da unten atmet etwas. So alle 20 Minuten taucht das Manati dann für zwei, drei Schnaufer kurz auf, um dann wieder auf dem Flussgrund zu verweilen. Im Center hier werden kranke oder verletzte Manatis behandelt, was einen "Unterwasserblick" auf die riesenhaften Wesen ermöglicht.
Nach Ocmulgee sind wir hier zudem auf weitere präkolumbianische Zeugnisse der Natives gestossen. Auch hier wurden Mounds gebaut (aus Muscheln und Sand!), viel wurde zerstört und erst seit 1990 ist dieses indianische Erbe in einem Archeological Stat Park zu besichtigen, wiederum mit kleinem Museum und einführendem Film.