Schiff ahoi
Schon bald sind es drei Monate, dass wir in Hamburg das Flaggschiff der Cunard Reederei, die Queen Mary 2, bestiegen haben. Irgendwie logisch, dass wir dem Vorgängerschiff, der 1. Queen Mary, ebenfalls einen Besuch abstatten wollten.
Diese liegt seit 1967 in ihrem wohlverdienten Ruhestand in Long Beach bei Los Angeles. Um diese alte Lady ranken sich viele Geschichten. Aus amerikanischer Sicht war wohl ihr Einsatz während des zweiten Weltkrieges das Herausragende. So hat sie ihn jener Zeit mehr als 800'000 Soldaten über 600'000 Meilen transportiert.
Auf beiden Marys wird viel Geschichtliches ausgestellt, so dass sich Tage an Bord einfach gestalten lassen. Aber die «Alte» gewährt zudem noch Einblick in ihr Innenleben, den Motorenraum.
Eine Nacht auf diesem ehrwürdigen Kahn, heute ein Hotel, zu verbringen, war selbstverständlich Ehrensache und gleichzeitig unser gegenseitiges Weihnachtsgeschenk.
Schiff und Geschichte trafen wir zudem auf der USS Midway an. Dieser Flugzeugträger liegt in der Bay von San Diego und dient heute als Museumsboot. Ein Rundgang gibt Einblick in das Seemannsleben auf einem Schiff, das auch kriegerische Einsätze zu absolvieren hat. (Z. B. im ersten Golfkrieg.)
Angenehmere Gefühle kamen auf, als wir auf dem Rio San Antonio durch die gleichnamige Stadt schipperten. Es war fast ein bisschen wie eine Gross-Gondel-Fahrt in Venedig.
Ein absolutes Highlight folgte aber in diesen Tagen. Wir dampften mit der Creole Queen (königlich, was sonst …) über den Mississippi bei New Orleans. Es verzauberten nicht nur die zarten Regenbogen, die sich über dem Schaufelrad bilden, es bezauberte einfach der ganze Mythos, der hier am «Ol’ man river» zu fühlen ist.
17.1.16/kbd